Das Turner-Alpen- Kränzchen leistet in vielen Bereichen einen Beitrag zum Naturschutz: So wird das Tourenprogramm umweltschonend ausgerichtet und der Naturschutz in das Ausbildungsprogramm integriert. Der Verein betreibt Umweltbildung für Kinder und begleitet Hüttenumbauten kritisch.

Fünf Umwelt-Tipps für Bergsteiger

1. Abfall mit ins Tal nehmen

Zurückgelassener Müll verschandelt nicht nur die Landschaft, sondern ist meistens auch schlecht biologisch abbaubar. Taschentücher sind extrem reißfest und sollten immer mit ins Tal genommen werden, auch nach einem Toilettengang. Das gleiche gilt für Biomüll wie Schalen von Bananen und anderer Tropenfrüchte. Ihr Abbau dauert im Gebirge bis zu zehn Jahre. Denn Tropenfrüchte sind an ein warmes, feuchtes Klima gewöhnt, in dem es vor Mikroben und Parasiten nur so wimmelt. Zum Schutz haben sie Abwehrstoffe auf der Schale, die hierzulande den Verrottungsprozess hemmen.

2. Wiederverwendbare Verpackungen benutzen

Eine gute Brotzeit und genügend zu trinken sind wichtig für jede Tour. Doch auf die Verpackung kommt es an! Die gute alte Brotzeitdose oder Tupperboxen helfen, Plastikmüll zu vermeiden. Wiederverwendbare Flaschen gibt es in allen Varianten und Größen.

3. Augen auf beim Kleiderkauf

Bergbekleidung wird, wie andere Kleidung auch, meist in Billiglohnländern unter schlechten Arbeitsbedinungen hergestellt. Beim Kauf sollte deshalb auf die Herstellung geachtet werden. Es gibt auch noch Firmen, die in Deutschland fertigen! Und Hersteller von wasserabweisender Funktionskleidung, die ohne schädliche Chemikalien auskommen. Diese perfluorierten Kohlenwasserstoffe sind gesundheitsschädlich und nicht abbaubar. Am besten hochwertige Produkte kaufen und diese dann möglichst lange tragen! Es gibt auch Firmen, die Sportartikel reparieren oder recyceln.

4. Die Anreise umweltverträglich planen

Für alle TAK-Touren und Ausbildungen gelten die zehn grünen Regeln – ein Richtwert auch für private Unternehmungen:

  1. Die Sektion schließt sich der Empfehlung des DAV an, vermehrt Mehrtagestouren zu unternehmen.
  2. Die Anreise erfolgt, soweit möglich und sinnvoll, mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
  3. Für Fahrten, bei denen vollständig auf Autos verzichtet wird, erhalten die Tourenleiter einen Bonus als Aufwandsentschädigung.
  4. Die grünste Tour des Jahres wird ausgezeichnet.
  5. Für die Anreise mit Autos werden gut ausgelastete Fahrgemeinschaften gebildet.
  6. Auf Autobahnen wird eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h eingehalten.
  7. Es gibt Grenzwerte für das Verhältnis Anfahrt / Tourendauer bei Anreise mit dem Pkw: Tagestouren: Für die Entfernung vom Tourenziel werden als Maximalwert 150 Kilometer einfache Strecke am ersten Tourentag empfohlen. Mehrtagestouren: Je weiterer Tourentag können 100 Kilometer addiert werden (3 Tourentage: 350 km Entfernung zum Tourenziel).
  8. Die Entfernung zum Ziel wird in der Tourenausschreibung angegeben.

5. Carsharing nutzen

Der TAK ist Mitglied beim Münchner Carsharing-Anbieter StattAuto. Tourenführer können dort Autos und Kleinbusse ausleihen. Die Kostenabrechnung erfolgt direkt beim Tourenführer. Ein Kleinbus kostet etwa 35 Euro am Tag plus etwa 35 Cent pro Kilometer. Damit kostet eine 250 Kilometer weite Fahrt mit sechs Leuten im Auto etwa 20 Euro pro Person. Kommt Carsharing auch für Sie in Frage?

Tourentipps

  • Für Familien: Pähler Schlucht, Barfußpfad Penzberg, Loisachblick Oberau, Benediktbeuern Loisachmoor
  • Für Bergsteiger: Überschreitung Bodenschneid, Rinnespitz, Wasserspitz, Von Enterrottach mit Abstieg nach Fischbachau, Rappenklammspitze mit Bergsteigerbus

Buchtipps

In unserer Bücherei finden Sie auch einige interessante Bücher zum Thema, so zum Beispiel:

  • Münchner Berge mit Bus und Bahn
  • Wilde Berge, unbekannte Touren im Oberland
  • Gerettete Landschaften
  • Barfußwanderung